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Raphael Haslinger hat eine Naturstimme, die den Zuhörer im Innersten trifft und berührt. Als Zwölfjähriger erlernte der talentierte Bub Geige, später Bratsche. Nach der Absolvierung des Gymnasiums in Engelberg wurde der Wunsch nach einer musikalischen Ausbildung immer stärker. Der bestandenen Aufnahmeprüfung auf dem Instrument Viola folgte ein 31/2-jähriges Studium am Landeskonservatorium in Feldkirch.
Bald merkte Raphael Haslinger allerdings, dass seine musikalische Liebe nicht den Instrumenten gehört. Er setzte alles daran, seine Stimme auszubilden. Als er sich an der Universität Mozarteum in Salzburg um eine Gesangsausbildung bemühte, bekam er vom Professor jedoch zu hören: "Sie haben Talent, aber Sie sind viel zu dick!" Raphael Haslinger, als Bub an einer Stoffwechselstörung erkrankt, brachte damals über 200 Kilos auf die Waage. Die Absage schmerzte den Jungen so sehr, dass er sich ein Magenband einsetzen liess. Sechs Monate später war er bereits um 50 Kilos leichter und um eine Erfahrung reicher: Beim zweiten Vorstellungstermin in Salzburg bekam er nämlich den Studienplatz an der Universität Mozarteum.
Mit grossem Erfolg wirkt der junge Tenor, dessen aussergewöhnliche Stimme 3 1/2 Oktaven umfasst, in Opern und Messen in Salzburg mit, bestreitet eigene Liederabende in Österreich, Italien, Deutschland und natürlich auch in der Schweiz und träumt davon, Jazz und Musical-Songs zu interpretieren. Er denkt daran, das Studium in seiner Heimat, am Internationalen Opernstudio am Opernhaus in Zürich fortzusetzen.
Raphael Haslinger gewann am Ostersonntag die Schweizer Vorentscheidung für den Grand Prix der Volksmusik 2000 mit dem gefühlvollen, getragenen Titel "Heimat". Beim grossen Finale am 2. September gelang dann Raphael ein sensationeller 2. Platz hinter Oswald Sattler und Jantje Smit. Im Jahr 2001 wird Raphael Haslinger zusammen mit Marc Storace bei der Schweizer Vorentscheidung mit dem Titel "One World" an den Start gehen.
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