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  Ziehm
   
 

Für alle, die auf gefühlsstarken Rock stehen und gerne ins Träumen kommen, hat der Newcomer ZIEHM einen alten Hit von Peter Maffay neu interpretiert: "Tiefer" ist die Debüt-Single des 28jährigen Blonden aus Berlin, der keine Kompromisse kennt, wenn es um seine Musik geht. Stefan Ziehm, aufgewachsen in Bad Saarow (Brandenburg), war und ist ein großer Fan von Peter Maffay: "Mit einem kleinen Radio, das ich von meinem Großvater erbte, hörte ich seine Songs. Jede Woche fieberte ich Lord Knuths "Schlagerparade" entgegen, die man auf dem verbotenen Westsender empfangen konnte, und hoffte auf ein Lied von meinem großen Idol", erinnert er sich.



Peter Maffay selbst ist Feuer und Flamme für die neue Version von "Tiefer". "Es ist für mich immer spannend eine neue Fassung von einem Titel zu hören, den ich einmal gemacht habe. Die Interpretation von "Tiefer" ist wirklich super geworden. ZIEHM hat den Song mit ausgefallenen, neuen Ideen sensibel umgesetzt. Ich habe mich sehr darüber gefreut und wünsche ihm viel Erfolg damit". 1989 war das Original ganze 21 Wochen in den deutschen Charts.



Musik war für ZIEHM schon immer gleichbedeutend mit der "großen freien Welt". Zunächst beschliesst der jüngste Spross von drei Söhnen in die Fußstapfen des heiß verehrten Großvaters zu treten, der zu Hause immer Violin-Konzerte für die Großmama gab. Ab dem sechsten Lebensjahr nimmt Stefan Musikunterricht in Violine, Klavier und klassischem Gesang - sehr zum Leidwesen seines Vaters, der es lieber gesehen hätte, wenn sein Sohn eine Karriere als Metzger im eigenen Betrieb angestrebt hätte.



Bald stellt ZIEHM fest, dass die Rolle des "Heldentenors" nicht sein Ding ist. "Singende Männer in Strumpfhosen - das erschien mir zu albern", gibt er unverblümt zu. Lieber gründet er mit 14 Jahren die erste Schülerband und erprobt sich im Rock 'n' Roll und Popstar-Feeling. Mit 16 arbeitet Stefan bereits professionell und staatlich gefördert als Rockmusiker. Er spielt mit seiner Band an ungewöhnlichen Orten wie Algerien oder Kasachstan, zum Teil unter extremen Bedingungen. Das winterliche Kasachstan empfängt ihn und seine Leute mit -34°C Kälte. "Beladen mit unserem ganzen Gepäck mussten wir auf der Fahrt zum Konzert vom fahrenden Zug springen, weil dieser wegen der Kälte nicht anhalten konnte. Stationen eines Musikerlebens ....", kommentiert ZIEHM heute.



Nach der Wiedervereinigung liebäugelt ZIEHM kurzzeitig mit der Metzgerei seines Vaters. Aber die Arbeit bietet dem leidenschaftlichen Sänger keine Alternative zum verrückten Musikerleben. "Vier Uhr morgens aufstehen und Rinderviertel und Schweinehälften hin und her hieven sind kein Ersatz für eine Stunde auf der Bühne", ist sein Resumé aus dieser Zeit. Also begleitet er als Roady u.a. Marla Glen und Bell, Book & Candle, arbeitet in einer Konzertagentur, synchronisiert Filme, beginnt sich als Background-Sänger einen Namen zu machen und singt die Titelsongs für die Zeichentrickfilme "Disney's Duck" und "Mein Freund Pluto".



1991 eröffnet Stefan die erste von drei Kneipen, in der regelmäßig Bands auftreten. Lange hält es der Fan von Rio Reiser und Eric Clapton nicht aus: ZIEHM stellt sich ein Soloprogramm zusammen und tauscht ab und zu in seiner Berliner Kneipe "Prohibition" den Tresen gegen die Bühne. In dieser Zeit startet ZIEHM eine zweite Karriere: Als perfekter Imitator der Figur "Hannilein" von Hape Kerkeling unterhält Stefan seine Gäste so gut, dass ihn seine Freunde nur noch "Hanny" nennen.



Seine musikalischen Auftritte bleiben nicht unbemerkt. Frank Busch und Achim Radloff, verantwortlich für viele erfolgreiche nationale (Claudia Jung, Juliane Werding etc.) und internationale (N'Sync und Lyte Funky Ones etc.) Produktionen, entdecken ZIEHM und gehen mit ihm ins Studio. "Der Titel ‚Tiefer' war mein Wunsch-Song. Ich liebe Lieder, die Gefühle so klar ausdrücken", erklärt der bekennende Romantiker.






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